7. Reise der IKA: Bad Reichenhall
01.03. - 04.03.2002


Kirche in Büchelberg / Pfalz
Kirchen in Kleinsteinbach
Bad Reichenhall
Überlebenstraining
Salzburg / Österreich
Untersberg / Österreich
München
Bild 1

Freitag, 1. März

Gleich nach dem Frühstück fuhr ich los, da ich einen weiten Weg vor mir hatte. In Büchelberg in der Nähe von Karlsruhe machte ich das erste Mal Rast. Ich wollte mir die dortige Kirche direkt in der Ortsmitte ansehen, weil sie zu dem Pentagramm (5–Eck) aus "Das Erbe von Avalon" bekannt ist und es soll dort ein Energiefeld sein, ähnlich dem in Paris.

Die Kirche war offen, es war aber kein Mensch drinnen. Ganz vorne in der Kirche war ein Stein auf dem Boden mit einem eingravierten Kreuz (siehe Foto). Vor dem Stein konnte ich das Kraftfeld spüren, es war warm, allerdings lange nicht so stark wie das in Paris.



Bild 2

Ich wollte schon wieder gehen, als mir etwas Merkwürdiges und Erstaunliches auffiel: Direkt oberhalb des Steines war ein grosses Kreuz aus Eisen oder Messing, und Jesus war auch zu erkennen. Eigentlich nichts besonderes in einer Kirche, doch Bestandteil des Kreuzes war ein Schädel (ins Kreuz eingearbeitet).

Wenig später fuhr ich weiter an Karlsruhe vorbei nach Kleinsteinbach, dem zweiten Eckpunkt des Pentagrammes. Leider gab es dort drei Kirchen. Die evangelische in der Ortsmitte war geschlossen, die katholische auf dem Berg wurde gerade renoviert und die Apostelkirche war auch zu.
Danach fuhr ich wieder auf die Autobahn, machte noch zwei Mal Rast (davon einmal am Chiemsee bei herrlichem Wetter), gegen 16 Uhr erreichte ich Bad Reichenhall, wo ich schon von David und Sebastian erwartet wurde. Ich bezog ein Zimmer in der Pension von Davidīs Familie, danach besprachen wir einiges, sahen uns in Bad Reichenhall um usw.


Samstag, 2. März

Gleich nach dem Frühstück begannen wir unsere Wanderung. Wir hatten zwei Rücksücke dabei, einen kleinen und einen richtig grossen mit allem drin, was man fürs Überleben braucht, also Essbesteck, Pfannen, Töpfe, Schlafsack, Isomatte, Trinkgefässe, Kompass, Messer und vieles mehr. Den grossen Rucksack trugen wir abwechselnd und er war mit über 25 kg sehr schwer.

Die ersten zwei Stunden waren von der Steigung in Ordnung, danach ging es aber sehr steil auf einen Berg hinauf, den wegen der Steile bisher nur ganz wenige Menschen je betreten haben. Bei 70 bis 85% Steigung mussten wir uns auch mit den Händen an Stöcken, nassem Gras und allem, was sich sonst noch so bot, festhalten. Ein falscher Schritt hätte zu einem Absturz mit schlimmen Folgen geführt. Ich war froh, nach 3 Stunden über 500 Höhenmeter überwunden zu haben und wir befanden uns auf einem Plateau ganz oben auf dem über 1.000 m hohen Gebersberg nähe Reichenhall.

Oben war es sehr neblig, ausserdem lag teilweise Schnee, zwischen 10 und 30 cm hoch. Wir begannen, Holz für ein Feuer zu sammeln, entzündeten das Feuer und machten uns Nudeln und Bohnen warm. Es schmeckte gut, wobei die Zubereitung insgesamt mehr als 2 Stunden in Anspruch nahm. Wir wanderten noch etwas oben umher, lasen Tierspuren und erfreuten und an der absoluten Stille, denn kein Tier, kein Mensch, kein Auto war zu hören. Schön!

Es begann leicht zu regnen und wir machten uns an den Abstieg. Mir war nicht besonders wohl, denn es war sehr gefährlich und ich hätte mich am liebsten mit dem Helikopter abholen lassen, doch wir packten es an. Es war durch den Regen alles noch nässer und rutschiger, doch irgendwann kamen wir noch relativ heil unten an (Relativ wegen einer kleinen Verletzung an der Hand, sehr schmutziger Kleidung und nicht zu wenig Angstschweiss).

Wieder in der Pension angekommen ruhten wir uns aus, den restlichen Abend machten wir noch einen Spaziergang, amüsierten uns mit ein paar Mädchen und waren in einer Kneipe zu finden.


Sonntag 3. März

Ich wollte an diesem Tag auf keinem Fall mehr auf den Berg klettern, ausserdem hatte es in der Nacht schon wieder geschneit. So fuhren wir über die Grenze nach Salzburg, besichtigten die Stadt und die Burg und fuhren anschliessend zum Untersberg (Legendes: "Die unterirdische Macht").



Bild 4 Bild 5 Bild 6

Wir wanderten ein paar Stunden bis zum Übergang zum Schnee. Denn ab einer gewissen Höhe war relativ viel Schnee und wir sahen auch Skifahrer. Der obere Teil des Untersberges war in Nebel gehüllt. Irgendwann fanden wir eine Höhle, die teilweise verschüttet war, aber man hätte noch hineinkriechen können. Der Untersberg faszinierte uns wegen den den oben genannten Buch, in dem Walter Ernsting von einer geheimen Station in diesem Berg schreibt.



Einige Zeit später machten wir uns auf den Rückweg. Abends machten wir es uns mit der Schwester von David, leckerem Cappucino und ein paar Videos gemütlich.


Montag, 4. März

Ich machte mich früh auf die Heimfahrt, unterwegs kaufte ich mir in München noch ein neues Auto (IKA–Mobil) und kam spät abends wieder zu Hause an.

06.03.2002
Boris Schneickert

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